Das Sommerfest 2020 fällt aus

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Liebe Freundinnen und Freunde des Schwesternhauses,

wir haben uns dazu entschieden, das diesjährige Sommerfest abzusagen.
Auch wenn wir uns alle sehr auf Euch und das Fest gefreut haben, ist es uns wichtiger in dieser Zeit solidarisch zu handeln und niemanden einer möglichen Gefahr auszusetzen.

Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen mit Euch, sobald das große C überwunden ist.

Bleibt gesund und passt gut auf Euch und Eure Lieben auf!

Pflegestelle für Wild- und Stadttauben in unserem Garten

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Wir haben beschlossen, mit dem Netzwerk Taubenrettung Hannover e.V. zu kooperieren.
Über seinen Zweck schreibt das Netzwerk in seiner Satzung: „Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung des Tierschutzes. Insbesondere angestrebt werden die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der Hannoveraner Stadttauben sowie die dauerhafte tierschutzgerechte Regulierung der Population. Der Verein möchte den vielen hungrigen, fehlernährten, kranken und behinderten Tauben auf Hannovers Straßen helfen und ihnen ein besseres Leben ermöglichen. Ziel ist es, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu steigern und zu ihrem Schutz vor Gewalt und Übergriffen beizutragen. Zugleich soll die Zahl der Hannoveraner Stadttauben auf tierschutzgerechte Weise reduziert werden. So können Straßen, Plätze und Gebäude spürbar von Verschmutzung durch Taubenkot entlastet und die Zufriedenheit betroffener Bürgerinnen und Bürger in ihren Wohn-, Arbeits- und Freizeitbereichen verbessert werden. Der Verein fühlt sich somit nicht nur dem Tierschutz verpflichtet, sondern sieht seine Arbeit ausdrücklich auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und Besucherinnen und Besucher Hannovers. Langfristiges Ziel ist es, das Zusammenleben von Bürgerinnen und Bürgern und Tauben in Hannover nachhaltig zum beiderseitigen Nutzen von Mensch und Tier zu verbessern.

Die Mitglieder des Netzwerks fangen somit kranke Tauben und versorgen diese selbst oder bei schweren Verletzungen mit Unterstützung eines Kooperationstierarzts.

Für Tauben, die eine stationäre Pflege brauchen, errichten wir in Garten des Schwesternhauses nun eine Pflegestelle für Wild und Stadttauben und unsere Bewohner unterstützen das Netzwerk. Ziel ist es, in Kurzzeitpflege die Wildbahntauglichkeit von verletzten und kranken Tauben wieder herzustellen.

Noch ein Hinweis: Das Netzwerk sucht weitere Pflegestellen.

Weitere Infos auch unter:
https://www.facebook.com/netzwerk.taubenrettung

Schwesternhaus belegt den zweiten Platz im Wettbewerb „GartenLust“ der Stadt Hannover

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Über den Wettbewerb

Unter dem diesjährigen Motto „Willkommen in blühender Nachbarschaft“ hat der städtische Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Stadt Hannover zum fünften Mal den Wettbewerb „GartenLustausgelobt.

Am 11.09.2019 hat die Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, Sabine Tegtmeyer-Dette, im Garten des Gemeinschaftsprojekt Internationale Stadtteilgärten die Ergebnisse des Wettbewerbs verkündet.

Dieses Jahr ist das Schwesternhaus in der Kategorie „Gemeinschaftsgärten / Urban Gardening“ als Zweiter platziert worden. Die Platzierung ist für uns Anerkennung der bisherigen Gartenentwicklung und Ansporn, die „grüne Lunge des Braunschweiger Platzes“ weiterzupflegen, zugleich.

Das Preisgeld i.H.v. 500 Euro werden unsere „Gartenschwestern“ kurzfristig für die Instandsetzung von Zier- und Gemüsebeeten entlang der gartenseitigen Gebäudekante verwenden, da diese Beete im Zuge von Fassadensanierungsarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

Wir bedanken uns beim Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, bei den Förderern und Fachverbänden, den Jurymitgliedern und der externen Organisatorin Frau Köllmann. Dem erstplatzierten Gemeinschaftsgarten „Spessartgarten“ und allen weiteren im Wettbewerb ausgezeichneten Gärtner*innen gratulieren wir sehr herzlich.

Über das Schwesternhaus und seinen Garten

Der Garten am Schwesternhaus wurde zusammen mit dem Neubau des Damenstifts 1897 angelegt. Einige Bilder aus der Anfangszeit des Gartens sind uns erhalten:

Aufgrund der Zerstörungen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs konnte das Schwesternhaus in der Nachkriegszeit nur noch teilweise bewohnt werden und es gab insbesondere in den 70er Jahren Überlegungen, das Gebäude abzureißen und die Flächen der Tiermedizinischen Hochschule und der Bundeswehr zuzuordnen. Jedoch erkannte in den 70er Jahren eine studentische Initiative vor dem Hintergrund der eigenen Wohnungsnot das immer noch vorhandene Potential des Gebäudes zur Nutzung als selbstverwaltetes studentisches Wohnheim. Mit dem ursprünglich nur als vorrübergehend geplanten Einzug der Studierenden im Jahr 1971, der denkmalrechtlichen Unterschutzstellung von Gebäude und Garten im Jahre 1974 und der Weiterentwicklung der studentischen Selbstverwaltung etablierte sich das einmalige Wohnprojekt. 

Schon zu Zeiten der Schwestern, aber auch von Beginn der studentischen Nutzung an war der Garten ein Treffpunkt. Vor allem im Sommer wird dort häufig gepicknickt, gegrillt und am Lagerfeuer bis spät in die Nacht beisammen gesessen und gesungen. Tagsüber wird gemeinsam gegärtnert und Gemüse angebaut und geerntet. Der Garten- und Bioabfall der Bewohnerinnen und Bewohner wird in einem dreistufigen System kompostiert. Der Garten dienst außerdem als Spielplatz für die Kinder aus der Kindertagesstätte im Haus. Einmal im Jahr verwandelt er sich im Rahmen des Sommerfests außerdem in ein Altencafe, eine Schlemmermeile, Cocktail-Bar und Bühne für Live-Musik. In Zusammenarbeit mit Greenpeace haben rund um den Teich auch schon mehrere Kleidertauschparties stattgefunden.

Der Garten beherbergt einen wunderschönen alten Baumbestand, von dem auch viele der über 50 Bäume (bspw. Kastanien, Roteichen, Hainbuchen, Robinien, Birken, verschiedene Ahorne und Obstbäume) unter Schutz stehen. Daher gilt er zurecht als „Grüne Lunge” des Braunschweiger Platzes. Außerdem befindet sich im Garten ein runder Teich – eine ehemalige Lustwandelstätte der alten Damen, heute mit einem verwilderten Hainbuchenzirkel drum herum und darüber. Nicht zu vergessen sind die kleineren Rasenflächen, der Kräutergarten, die Wildbeerenbüsche, Sträucher, Hecken und vieles mehr. Der gesamte Garten, der eine Fläche von über 6.000 m² hat, wird durch die Bewohnerinnen und Bewohner in Eigenleistung gepflegt.

Die vielen Sträucher und Gewächse bieten nicht nur uns Bewohnern Schutz vor Sonne und Lärm, sondern auch vielen Tieren Unterschlupf und Lebensraum. Wir freuen uns über herumkletternde Katzen und Eichhörnchen, für Stadtverhältnisse ungewöhnliche Vögel (59 Arten wurden bisher ornithologisch festgestellt), herbstliche Igel, im Schatten des Hainbuchenzirkels herumpaddelnde Molche und Enten, Marder, Ratten und (Fleder-)Mäuse und bei genauerer Betrachtung Milliarden von Minilebewesen. Manchmal kommt auch der Fuchs vorbei, wobei wir probieren unsere Meerschweinchen und Hühner vor ihm zu schützen. Im Sommer dient eins der Beete zwei Schildkröten als Auslauf. Auch Schafe und Ziegen haben uns schon beim Rasenmähen tatkräftig unterstützt.

Über den Schwesternhausverein e.V.

Der Schwesternhausverein e.V. wurde 1981 mit dem Ziel der Übernahme von Grundstück und Gebäude zum Betrieb eines Studierendenwohnheims gegründet, jedoch dauerte es bis 1990, bis ein Erbbaurechtsvertrag mit dem Land Niedersachsen geschlossen wurde.

Seitdem erfolgen der Betrieb des Wohnheims und die Instandsetzung und -haltung des Gebäudes in studentischer Selbstverwaltung. Neben regelmäßig anfallenden Arbeiten konnten die im Krieg zerstörte ehemalige Kapelle sowie das Spitzdach wiedererrichtet werden. Inzwischen verfügt das Schwesternhaus über einen gemeinsamen Internetzugang, einen neuen Trockenboden, ein Blockheizkraftwerk und eine PV-Anlage zur Energieversorgung sowie eine Regenwassernutzungsanlage. Im Erdgeschoss und im Garten spielen seit vielen Jahren die Kinder einer Kindertagesstätte.

Der Schwesternhausverein deckt seine Ausgaben überwiegend aus Mieteinnahmen, Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Fördergeldern.

Der Erbbaurechtsvertrag endet im Jahr 2024 und die Zukunft des Schwesternhaus ist bis heute unsicher, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung bereits 2015 berichtete.

Demonstration für Pressefreiheit

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Wir stehen als soziales, solidarisches und basisdemokratisches Wohnprojekt für demokratische Werte, Offenheit, Toleranz und Vielfalt. Eine Beschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit, wie sie die NPD anstrebt, darf es in unserem demokratischen Staat nie wieder geben.

Aufgrund unserer gelebten Werte lehnen wir als Hausgemeinschaft die verfassungsfeindliche und offen rassistische Linie der Partei ab. Daher unterstützen wir die Protestbewegung gegen die von der NPD angekündigte Demonstration. Wir sind für die Pressefreiheit und rufen alle* dazu auf, sich an den zahlreichen Gegendemonstrationen zu beteiligen.

Wir laden zu einem öffentlichen Vorbereitungsabend der Proteste gegen die NPD-Demo in die ehemalige Kapelle im Schwesternhaus (Schwesternhausstr. 10, 30173 Hannover | Eingang Kippstr.) ein.
Alle Südstädter*innen, Bultbewohner*innen, Hannoveraner*innen und sonstige engagierte oder interessierte Menschen sind herzlich willkommen sich mit uns zusammen auf einen kreativen und friedlichen Gegenprotest am Samstag vorzubereiten. Wir wollen Transparente malen, Spruchbänder erstellen und weitere Protestformen planen. Wir lehnen Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung grundsätzlich ab und wollen uns mit einem friedlichen und bunten Protest gegen die menschenverachtende Agenda der angekündigten Veranstaltung richten.
Insbesondere diejenigen, die noch nie oder selten auf einer Demonstration waren, sind herzlich eingeladen zu uns zu kommen, um Informationen zum Ablauf zu erhalten und in Austausch mit anderen engagierten Bürger*innen zu kommen.
https://www.facebook.com/events/2564038077215991/

Notfallschlafplätze

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Angebot zu Semesterbeginn

Wie schon zu Beginn des Wintersemesters im vergangenen Jahr richten wir für bis zu 30 Studierende eine Notunterkunft in unserem Gemeinschaftsraum im Schwesternhaus ein. Ab dem 27.9. können sich (angehende) Studierende, die noch keine Unterkunft in Hannover gefunden haben, gegen eine Aufwandsentschädigung von 5 Euro pro Nacht für die ersten Tage ein kostengünstiges aber einfaches Dach über dem Kopf sichern. In der Aufwandsentschädigung ist die Nutzung von WLAN (zur Wohnungssuche) enthalten. Die Toiletten und Duschen können mitbenutzt werden, jedoch sind insbesondere die Dusch-Kapazitäten begrenzt. Da leider nur wenige Betten zur Verfügung stehen, müssen Isomatten und Schlafsäcke (oder sonstige Schlafsachen) selbst mitgebracht werden.

Interessierte können täglich zwischen 19:30 und 20:00 Uhr im Schwesternhaus vorbeikommen. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten. Ab dem 16. September 2019 sind wir per E-Mail unter notfallschlafplaetze@schwesternhaus.de oder per Telefon unter 0152/37636750 für Rückfragen erreichbar.

Weitere Details finden sich in den folgenden PDFs in Deutsch und Englisch.

 Notfallschlafplätze in der Kapelle

Mit der Aktion möchten wir einigen Studierenden den Start in Hannover erleichtern. Ziel dabei ist, dass direkt neue Bekanntschaften geknüpft werden, dass Ansprechpartner*innen für Fragen aller Art vor Ort verfügbar sind und dass der Geldbeutel geschont wird, indem nicht direkt zu Studienbeginn hunderte Euro für kommerzielle Unterkünfte ausgegeben werden müssen.

Unterstützung gesucht

Gerne darf das Angebot verbreitete, geliked, geteilt, ausgedruckt und verteilt werden, damit die Aktion bei angehenden Studierenden bekannt gemacht wird und auch alle Plätze ausgelastet sind.

Darüber hinaus benötigen wir Matratzen, Bettzeuge, Bettlaken und Bettbezüge. Wer hier Brauchbares zur Verfügung stellen kann, meldet sich gerne auch kurzfristig unter den oben angegebenen Kontaktdaten. Einen Transport kriegen wir schon irgendwie organisiert.

Dem Studentenwerk Hannover gilt noch vom vergangenen Jahr besonderer Dank, da sie uns neben fachlicher Expertise auch Matratzen zur Verfügung gestellt haben, die wir auch dieses Jahr nutzen können.

Vielen Dank für die Unterstützung!

Hintergrund

Der Mangel an bezahlbaren Wohnraum in deutschen Großstädten ist ein viel diskutiertes Thema – auch bei uns in Hannover. Für Studierende wird das besonders zu Beginn des Wintersemesters deutlich, wenn der Bedarf an günstigen Wohnungen das Angebot weit übersteigt.

Vor einem Jahr, zum Beginn des Wintersemesters 2018/2019, begrüßte allein die Leibniz-Universität über 10.000 Studienanfänger*innen. Die Leibniz-Universität ist (mit einigem Abstand) die größte Universität Hannovers, dennoch gibt es sieben weitere Universitäten und Hochschulen, die zum Wintersemester neue Studierende begrüßen. Daher wollen weit mehr als 10.000 Menschen im Herbst nach Hannover kommen und studieren. Fairerweise muss angemerkt werden, dass es auch Studierende gibt, die schon in Hannover selbst oder in der Nähe wohnen und nicht nach Hannover umziehen wollen/müssen. Dennoch ist die Nachfrage nach Wohnraum – gerade zum Wintersemester – immens hoch.

Ohne, dass es einer großen Vorhersagekraft bedarf, kann man sich jetzt schon wieder die Situation zum Semesterbeginn vorstellen: Viele hunderte, wenn nicht gar tausende, angehende Studierende kommen nach Hannover und wissen nicht, wo sie die nächsten Wochen und Monate schlafen werden und ob sie ein Zuhause finden. Wir sind ein selbstverwaltetes Studierendenwohnheim im Bezirk Südstadt-Bult und wollen Studierende in dieser Situation konkret unterstützen, indem wir unkompliziert und kurzfristig eine Übernachtungsmöglichkeit für die ersten Tage im Semester anbieten.

Darüber hinaus wollen wir nicht aus dem Auge verlieren, dass grundsätzliche und langfristige Lösungen für den Mangel an bezahlbaren Wohnraum nur auf gesellschaftlicher Ebene gefunden werden können. Deshalb möchten wir euch auf die Aktion „Deine Stimme für bezahlbaren Wohnraum“ unter https://mein-studentenwohnheim.de/mitmach-aktion, die vom Deutschen Studentenwerk initiiert wird und sich für sozialen Wohnraum einsetzt.

SciencePub „Erkannt – gebannt? Über das Immunsystem“

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Erkannt – gebannt? Das Immunsystem als Schutzschild unseres Körpers

In der gediegenen Atmosphäre der Kapelle des Schwesternhauses wird mit allerlei Getränken und Snacks zu günstigen Preisen für dein leibliches Wohl gesorgt und der Vortrag der Dozenten lässt dein Gewissen die letzten beiden geschwänzten Vorlesungen schnell vergessen.
Am 13.07. von 19:00 – 22:00 Uhr hält Herr Prof. Schuberth zu „Erkannt – gebannt? Das Immunsystem als Schutzschild unseres Körpers“:

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